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Max Leonhard

“Zeitalter werden nach Kunstrichtungen benannt und nicht nach dem Bruttosozialprodukt der Epoche.”

Kunst ist für mich eine Möglichkeit mich mit den Verwerfungen der realen Welt auseinanderzusetzen ohne Gefahr zu laufen, wahnsinnig zu werden. Kunst eröffnet eine Welt, in der ich mich als Künstler entfalten kann. In dieser Welt finde ich alle Dinge, die ich zum Überleben brauche.

Kunst ist für mich immer Experiment, Risiko und der Versuch, einen ganz eigenen Weg zu beschreiten. Ein künstlerisches Statement ist immer dann eine Herausforderung, wenn man grundsätzlich irren und scheitern kann. Den aktuellen Moden in der Kunst zu folgen, birgt diese Gefahr nicht. Ich suche daher in meinen Werken grundsätzlich eine Gegenposition zu den aktuellen Strömungen und so sind sie als sehr persönliche Kommentare zur Welt zu verstehen. Inspiration finde ich in meinen Gedanken. Ein Kunstwerk ist eine verdichtete Betrachtung zu einem bestimmten Thema, übersetzt in eine Sprache, die universell ist und die mit den Sinnen erfahren werden kann.

Ich habe keinen, oder deren viele, je nachdem, ob sie etwas mit meiner Kunst zu tun haben oder nicht.

Ein Garten ist die Erweiterung des Wohnraumes in den Außenbereich. Wie jeder Raum erfordert er Unterteilungen, deren Funktion eindeutig definiert zu sein haben. Orte zum Verweilen wechseln mit Wegen, Sitzplätzen usw. In einem perfekten Garten kann man einem beliebigen Besucher einen Liegestuhl in die Hand drücken und er wird ihn dort aufstellen, wo dies vorgesehen ist. Der ideale Garten ist nicht ein Sammelsurium von Blumenrabatten, Stauden und Wassertümpeln, es ist ein Ort, an dem man sich spontan wohl fühlt, da man weiß wofür diese Nische, jene Ecke gedacht ist. In einen solchen Garten lassen sich Skulpturen und Bilder ohne Weiteres integrieren. Bilder und Skulpturen können nämlich nicht wahllos in den Garten “gedübelt” werden, genauso wenig, wie es im Innenbereich einer Wohnung möglich ist. Die Stelle, an dem ein Kunstwerk platziert wird muss sich aus dem Kontext des Gartens ergeben. Ansonsten wirkt es im wahrsten Sinne des Worten deplatziert.

Die richtige Stelle für ein Kunstwerk im Garten zu finden ist manchmal ohne gartenbauliche Veränderungen nur schwer möglich. Ist der richtige Ort aber gefunden, wirkt Kunst im Garten Wunder.

VITA

Max Leonhard wird 1955 in Bozen geboren, besucht die Schule des Südtiroler Künstlerbundes und erlernt die Grundzüge des künstlerischen Handwerks.

Auf Anraten der Eltern folgt als Absicherung ein Medizinstudium an der Universität Innsbruck. Nach Abschluss lässt er sich als freischaffender Künstler in Oberösterreich nieder.

Aus Geldsorgen muss Leonhard nach 2 Jahren einen Brotberuf ergreifen und nimmt schweren Herzens eine Assistenzarztstelle an der Herzchirurgie Göttingen an.

1985-1988 erhält er neben seiner Tätigkeit in der Klinik Unterricht in Malerei bei Prof Müller, Göttingen, bei dem er den Aufbau der Farbe aus Grundpigmenten erlernt.

Nach lediglich drei Berufsjahren wird Leonhard als erster Oberarzt an die Herzchirurgie der Universitätsklinik Ulm berufen.

Ein Absprung aus dieser sicheren Position gelingt erst 1994 nach einer recht erfolgreichen Teilnahme als Vertreter Österreichs bei der Art Expo in New York.

1990 beginnt Leonhard mit Silikon als Malmittel zu experimentieren. Mithilfe von Fachchemikern aus der Industrie wird eine Rezeptur entwickelt, die den hohen Anforderungen gerecht wird. 1991 Entsteht das erste Gemälde für den Außenbereich, das derzeit noch immer an einer Hauswand in Starnberg hängt. Die Maltechnik hat sich mittlerweile weiter verfeinert und so ist es heute möglich, Bilder in der Größe bis zu 4 X 10 Meter für den Außenbereich herzustellen.

1997 erfolgt der Bau eines Ateliers am Wolfgangsee in Österreich, wo er seither lebt und arbeitet.

Seine Werke in unserer Online Kunstgalerie

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